Kurbelwelle

Die Aufarbeitung von Kurbelwellen erfordert verschiedene technische Schritte, um deren Lebensdauer und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.

Vor der eigentlichen Aufarbeitung erfolgt eine gründliche Rissprüfung aller Lagerstellen. Mit Hilfe von UV-Licht werden alle Bereiche sorgfältig untersucht und erst nach dieser Prüfung wird die Art der Aufarbeitung festgelegt.

Durch thermische Überbeanspruchung werden die Lagerzapfen der Kurbelwelle mit der Zeit weich.  In einem speziellen Härteverfahren werden sie auf die vom Motorenhersteller vorgeschriebene Härte gebracht. Dies ist entscheidend für die Langlebigkeit der Kurbelwelle.

Eine Regenerierung der Lagerzapfen ist erforderlich, wenn diese untermaßig sind oder Risse aufweisen. Durch ein spezielles Verfahren werden die Lagerzapfen auf den richtigen Durchmesser und die vorgeschriebene Härte gebracht. So können defekte Kurbelwellen regeneriert werden, anstatt sie zu verschrotten.

Durch das Schleifen der Lagerstellen werden diese wieder rund und präzise auf das exakte Maß gebracht. Dabei werden enge Toleranzen von 0,01 bis 0,02 mm eingehalten. Alle Maße werden digital gemessen und dokumentiert, um eine lange Lebensdauer der Kurbelwelle zu gewährleisten.

Nach dem Schleifen wird die Kurbelwelle elektronisch ausgewuchtet. Es ist wichtig, die Kurbelwelle auf die kleinste Restunwucht (unter 1 cm/g) auszuwuchten, um einen ruhigen Motorlauf zu gewährleisten.

Vor der Auslieferung der bearbeiteten Teile wird eine umfangreiche Endkontrolle durchgeführt. Alle Maße und Kennzeichnungen der Motorenteile werden nochmals überprüft, um eine Qualität zu erreichen, die den Original-Austauschteilen entspricht. Vertrauen ist gut, Kontrolle sichert höchste Standards!